Tausche Klassenzimmer gegen digitale Erlebniswelt.

Die Quelle aller Freude ist das Spiel.

Ein ausgewandertes Wort ist ein Begriff, der auf Weltreise gegangen ist. Rund um den Erdball kennen und verwenden es Menschen ohne Übersetzung in ihrer Landessprache. So ein Wort ist Kindergarten. In mehr als 50 Ländern auf unserem Globus wissen Kleine und Große, was ein Kindergarten ist, egal ob sie deutsch, portugiesisch oder englisch sprechen und egal, ob sie lateinische, kyrillische oder japanische Schriftzeichen verwenden. Der Erfinder dieser pädagogischen Idee kommt aus Thüringen. Pädagogik + Lernort = digitale Erlebniswelt.

Die Förderung der Kinder war Fröbel Herzenssache.

Sie sollte allem eins sein sollte: altersgerecht. Dafür entwickelte er Spielgaben, die auch heute noch im Gebrauch sind. Auch wenn ihm Kinder ganz besonders am Herzen lagen, Fröbel verstand Lernen als einen Prozess, der Menschen ein Leben lang begleitet. Fröbel, Lernen, lebenslang? Die drei Worte konnten wir nicht einfach ignorieren. Ihr lernt in unserer digitalen Erlebniswelt vielleicht schon Bekanntes und Unbekanntes, egal ob 9 oder 99. Wir sind, da würde Fröbel uns gewiss zustimmen, ein Ort zum Lernen. Probiert es aus.

Wer will Thüringenexperte:in sein?

So um das Thema Lernen und Schule kommen doch einige lieb gewonnene und unverzichtbare Erfindungen aus Thüringen, beispielsweise die Zuckertüte zur Schuleinführung. Aus der Papiertüte mit Gebäck, wie sie erstmals 1817 in Jena zum Schulbeginn verschenkt wurde, sind bunte, fantasievolle Prachtstücke geworden und Gebäckstücke sind vermutlich auch keine mehr drin. Die Zuckertüte ist ein sichtbares Zeichen, dass aus dem Kindergartenkind ein Schulkind geworden ist, aber nicht, dass die Zeit des Spielens vorbei ist.

Gerade bei den Kleinen gilt: Lernen muss Freude machen. Genauso sah das Fröbel auch. Wir sind davon überzeugt, dass es zum Lernen mehr als ein Schulhaus und ganz unbedingt ein Mindestmaß an Freude braucht. Warum dann nicht eine Unterrichtsstunde ohne Tisch und Tafel, Hefte, Bücher und Federmappe? Dafür in der digitalen Erlebniswelt? Wir haben uns von Fröbels Idee, dass Spielen die Entwicklung fördert, anstecken lassen.Wo kann man Thüringen mit allen Sinnen genießen? Was haben Bach, Luther und Gropius gemeinsam? Wofür ist Jena weltberühmt? Wie viele Naturlandschaften hat der Freistaat? In welcher Himmelsrichtung liegen Eisenach, Jena oder Nordhausen? Um unsere Rätsel zu lösen, gehen die Kinder auf Entdeckertour. Die Suche nach den Antworten ähnelt einer Schatzsuche. Sie zu finden, geht spielend leicht und macht unbedingt Freude.

Ihr wollt schon mal in den Rätselblättern stöbern? Das geht hier.

Lernort 360Grad Thüringen Digital Entdecken. © Anke Riese. Thüringer Tourismus GmbH

Luther war Student in Erfurt und Schiller Professor in Jena.

Martin Luther war wohl einer der prominentesten Studenten in Thüringen. Als 18-jähriger begann er sein Jura-Studium an der Erfurter Universität, schloss es vier Jahre später mit einem Magistertitel ab und beließ es dabei. Wie Luthers Leben weiterging, ist hinlänglich beschrieben. Fast 300 Jahre später trat der gerade mal 30 Jahre alte Friedrich Schiller seine akademische Laufbahn in Jena an. Auch Schiller beendete seine Zeit an der Universität nach vier Jahren. In die Geschichte ging er weniger als Professor, sondern als berühmter Literat ein.


Luther und Schiller haben außer vier Jahren an einer Thüringer Universität noch eine Gemeinsamkeit: Sie waren oft in der Region unterwegs. Das seid ihr vermutlich auch, also nicht nur von der Uni zur Bib und zurück zur WG. Habt ihr schon mal überlegt, mit eurer Projekt- oder Seminargruppe die Location zu wechseln? Außer dass wir uns mit euch über das Reiseland Thüringen unterhalten, können wir auch gern über Marketing und Digitalisierung im Tourismus, Design und Raumgestaltung, Medienpädagogik oder Stadt-, Landschafts- oder Verkehrsplanung ins Gespräch kommen. Es gibt inzwischen auch Profs, die mit ihren Studierenden zu uns kommen. Das sind die Coolen, also noch nicht so viele, eher Ausnahmen. Ob Schiller zu denen gehört hätte? Wir wissen es nicht.

Lernen hat kein Verfallsdatum.

Ein Fotokurs, das wäre mal was. Oder doch lieber Japanisch lernen. Vielleicht doch besser erst einmal den Geschichtsvortrag nicht verpassen. Puh. Bildungsangebote für Erwachsene gibt es reichlich in Instituten, Akademien oder in Volkshochschulen, in Seminaren, Workshops und Kursen. Egal ob ihr euch mit Natur, Geschichte, Literatur beschäftigt, eine neue Sprache lernt oder einen Rhetorikkurs belegt habt. Zu nicht wenigen Angeboten passt ein Ausflug in die digitale Erlebniswelt. Tauscht einfach mal Bücher und Laptops gegen einen Thüringenflug mit VR-Brillen, inspirierende Filmen am KUKA und Erlebnistouren mit unserer Thüringen-App. Für einen Perspektivwechsel oder für „einfach mal was Neues ausprobieren“, seid ihr ganz bestimmt nicht zu alt.

Plant eure Zeit bei uns vorab.

Wir freuen uns über euren Besuch mit Schul- oder Ferienkindern. Egal, ob ihr als Kurs oder Seminargruppe zu uns kommen wollt. Unsere Lernangebote sind kostenfrei. Damit es für alle ein tolles Erlebnis wird, meldet euch bitte vorab telefonisch (+49) 361 37 420), per E-Mail oder persönlich an.

Noch mehr Fröbel vor unserer Haustür

1840 gründete Friedrich Fröbel in Bad Blankenburg den ersten Kindergarten überhaupt. Er war als Pädagoge sehr umtriebig. Abseits der Autobahnen und bekannten Touristenorte in den kleinen Orten und inmitten der Natur des Thüringer Waldes wird die Tradition von Fröbels Pädagogik weiter gepflegt. Kleine Museen wie die in Oberweißbach oder Bad Blankenburg liebevoll sortiert, erzählen von den Ideen und das Leben des weltweit geschätzten Pädagogen. Mit viel Himmel über euch und reichlich frischer Luft könnt ihr auf Wanderwegen und Erlebnispfaden durch Wald und Flur dem Freigeist Fröbels nachspüren.

Titelbilder:© Florian Trykowski, Thüringer Tourismus GmbH, weitere Bilder: Barbara Neumann, Fröbelstadt Marketing GmbH

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